Symbolbild: epa/Dave Mustaine

Zwei Soldaten bei Kämpfen getötet

5.6.2019 19:39 Uhr

Mindestens zwei Soldaten sind in der Ostukraine bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte das Militär in Kiew am Mittwoch mit.

Die Separatisten hätten im Donezker Gebiet eine Panzerabwehrrakete auf einen Lastwagen mit Versorgungsmaterial gefeuert, hieß es. Dabei seien die Soldaten getroffen worden. Seit Jahresbeginn sind allein auf Regierungsseite mehr als 30 Soldaten getötet und rund 140 verletzt worden.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj verurteilte das Vorgehen, sprach hingegen von drei Toten. Er sagte, dass Moskau die Situation nicht eskalieren lassen solle. "Eine Verschärfung ist nicht der beste Hintergrund für die Wiederaufnahme von Verhandlungen", schrieb Selenskyj auf Facebook.

Tusk trifft Selenskyj

Bei seinem zweitägigen Besuch in Brüssel sei auch die Situation in der Ostukraine besprochen worden, sagte er nach einem Treffen mit EU-Ratschef Donald Tusk. Dieser sicherte Kiew weitere Unterstützung zu. "Wir werden Ihre besten Freunde und zuverlässigen Verbündeten bleiben", sagte Tusk. Beide wollten sich am 8. Juli zum Ukraine-EU-Gipfel in Kiew treffen.

Seit mehr als fünf Jahren kämpfen Regierungstruppen gegen Separatisten, die von Moskau unterstützt werden. Rund 13 000 Menschen sind nach UN-Angaben bisher getötet worden. Ein unter anderem mit deutsch-französischer Vermittlung ausgehandelter Friedensplan liegt auf Eis. Der Kreml präsentiert sich in dem Konflikt lediglich als Vermittler.

(an/dpa)