afp

Zwei Familien vergiftet - eine Tote

4.11.2019 13:01 Uhr

Zwei Familien sich in Nordrhein-Westfalen mit selbst gesammelten Pilzen vergiftet. Eine 28-jährige Frau aus Kaarst starb daran, wie ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss am Montag sagte. Ihre Eltern kamen in ein Krankenhaus. Parallel dazu vergiftete sich außerdem eine fünfköpfige Familie aus Rommerskirchen. Auch sie wurde deshalb in Kliniken behandelt.

In beiden Fällen waren die Vergiftungen nach Angaben der Behörden auf den Verzehr hochgiftiger Knollenblätterpilze zurückzuführen. Der Pilz ähnelt Champignons, kann jedoch schon in kleinen Mengen zu Leberversagen und dadurch zum Tod führen. Es kommt immer wieder zu Verwechslungen und Vergiftungen. Behörden und Experten warnen davor, selbst ohne das entsprechende Fachwissen Waldpilze zu sammeln.

Zu den Vergiftungen kam es unabhängig voneinander am Donnerstag vergangener Woche. Wie es den Patienten derzeit geht, war am Montag unklar. Der Kreis hatte nur die Erstversorgung durch den Rettungsdienst organisiert und laut Sprecher rechtlich keine Möglichkeit, weitere Informationen zum Gesundheitszustand zu erfahren.

(gi/afp)

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