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Zverev scheitert im Viertelfinale: "Es läuft einfach nicht"

3.5.2019 20:24 Uhr

Deutschlands bester Tennisspieler kommt in diesem Frühjahr einfach nicht in Schwung. Auch in München ist Alexander Zverev bereits im Viertelfinale ausgeschieden - und enttäuscht. Nach dem Matchball für Cristian Garin winkte Zverev traurig ins Publikum und trottete vom Platz.

"Es läuft einfach nicht, es läuft alles gegen mich", haderte der ATP-Weltmeister nach dem bitteren Freitagnachmittag, an dem die Chancen auf den Titel-Hattrick bei den BMW Open platzte.

In einer dramatischen Partie und trotz zwei Matchbällen im dritten Satz unterlag der Hamburger dem Chilenen Cristian Garin im Viertelfinale mit 4:6, 7:5, 5:7. Statt sich Selbstvertrauen zu holen für die Höhepunkte der Sandplatzsaison, muss der Hamburger auf dem Weg zu den French Open den nächsten Rückschlag eines verpatzten Frühjahrs verdauen. "Letztes Jahr habe ich solche Matches im dritten Satz gewonnen, dieses Jahr verliere ich sie oft. Deshalb muss ich das ändern", meinte er. Ist das also Kopfsache? Zverev grübelte in der Pressekonferenz, blickte zur Seite und antwortete: "Nächste Frage."

Auch abseits vom Platz Probleme

Für den Weltranglisten-Dritten und topgesetzten Akteur hätte das mit 586.140 Euro dotierte Turnier am Aumeisterweg der Wendepunkt sein können, nachdem es zuletzt bei dem 22-Jährigen nicht gelaufen war und ihn auch neben dem Platz Probleme belastet hatten: Sein Vater war einige Zeit im Krankenhaus, mit dem Ex-Manager ist er in einem Rechtsstreit und von seiner Freundin Olga trennte sich Zverev jüngst.

Gegen Garin gelang Zverev ein vielversprechender Start. "Ich habe angefangen, gutes Tennis zu spielen", meinte er. Dann aber schlichen sich Fehler ein gegen den widerspenstigen Chilenen, der in der Weltrangliste 44 Positionen schlechter postiert als Zverev. Beim Stand von 3:5 drosch der Deutsche seinen Schläger auf den Platz. Wenige Augenblicke danach war der Satz nach 35 Minuten verloren.

Der zweite Durchgang wurde spannend und emotional. Bei 4:5 wehrte Zverev sogar drei Matchbälle ab, schaffte das Break und motivierte sich mit geballter Faust und einem lauten "Come on"-Ruf. Das half: Zverev sicherte sich mit einem weiteren Break den zweiten Satz.

Zwei Matchbälle vergeben

Die Dramatik hielt im dritten Satz an. Beim Stand von 5:4 vergab Zverev zwei Matchbälle, diskutierte lange mit der Schiedsrichterin um einen Ball, lachte aufreizend laut und brachte sich damit womöglich selbst entscheidend um die Konzentration. "Es ist eigentlich lustig", sagte er danach ironisch über die Momente, als ein Ball Garins knapp auf der Linie war und sein eigener knapp im Aus. Nach 2:11 Stunden war die Niederlage nach einem verpatzten Volley besiegelt.

Garin trifft im Halbfinale auf Marco Cecchinato. Der Italiener, im Vorjahr noch Halbfinalist bei den French Open, hatte zuvor Marton Fucsovics aus Ungarn 1:6, 7:5, 7:5 niedergerungen. Die Partie war nach dem ersten Satz wegen Regens für knapp zwei Stunden unterbrochen worden und hatte das Tagesprogramm damit erheblich verzögert.

(be/dpa)

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