epa/David Mareuil

Zurückhaltung im Fall Ghosn

26.6.2019 17:22 Uhr

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat sich im Skandal um den früheren Automanager Carlos bei seinem Besuch in Japan merklich bedeckt gehalten. Als Präsident könne er sich nicht öffentlich in einen Rechtsfall einmischen, sagte der 41-Jährige am Mittwoch in Tokio nach einem Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe.

Der Staat sei für alle Bürger da, um die Verteidigung ihrer Rechte abzusichern.

Trump soll sich für Ghosn einsetzen

Ghosn, der Architekt des Autobündnisses zwischen Renault und Nissan, war Ende vergangenen Jahres wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Japan festgenommen worden. Er kam zwischenzeitlich gegen Kaution frei und kann sich auf seinen Prozess vorbereiten. Ghosns Ehefrau Carole hatte in einem BBC-Interview US-Präsident Donald Trump gebeten, sich beim G20-Gipfel Ende dieser Woche dafür stark zu machen, dass ihr Ehemann in Japan einen fairen Prozess bekomme.

Die Rolle des französischen Staates sei es, ein großes Unternehmen und seine Beschäftigten zu schützen, sagte Macron mit Blick auf Renault. Der Staat hält an dem Hersteller 15 Prozent der Anteile. "Wir halten an der Allianz fest", sagte Macron mit Blick auf das Bündnis von Renault mit den japanischen Herstellern Nissan und Mitsubishi. Nach Ghosns Verhaftung war das Auto-Imperium in eine schwere Krise geraten.

(an/dpa)

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