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Zum 50. Geburtstag: Formel-1-Welt huldigt Schumacher

3.1.2019 14:53 Uhr

Von Bernie Ecclestone über Nico Rosberg und Jean Todt bis Toto Wolff: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist an seinem 50. Geburtstag mit Glückwünschen und Huldigungen überhäuft worden.

"Schumacher hat in der Formel 1 eine Ära geprägt", sagte der langjährige Formel-1-Promoter Ecclestone der "Gazzetta dello Sport": "Zwei Weltmeisterschaften mit Benetton, fünf weitere wunderbare Titel mit Ferrari. Das Abenteuer in Maranello hat Schumacher mit viel Enthusiasmus begonnen, denselben, den er sich während seiner gesamten Karriere bewahrt hat."

Todt sehr emotional

FIA-Präsident Jean Todt, langjähriger Ferrari-Teamchef und seit über 20 Jahren ein enger Freund der Familie Schumacher, twitterte: "Zu seinem 50. Geburtstag liebevolle Gedanken an Michael Schumacher, den größten Formel-1-Champion der Geschichte, mit ungebrochenen Rekorden. Michael, du warst immer ein Kämpfer und wirst es immer sein."

Nico Rosberg, der gemeinsam mit Schumacher nach dessen Comeback von 2010 bis 2012 für Mercedes fuhr, hob vor allem die Arbeitsethik des knapp 16 Jahre älteren Rheinländers hervor. "Als Teamkollege habe ich begriffen, warum er sieben WM-Titel gewonnen und der beste Formel-1-Pilot geworden ist", sagte der Weltmeister von 2016.

Der gebürtige Wiesbadener führte aus: "Schumacher setzte sich 100-prozentig ein, sowohl im Privatleben, als auch als Pilot. Er war ein Vorbild für mich. Es war interessant zu beobachten, wie er arbeitete und wie viel Aufmerksamkeit er in Details setzte. Mit ihm zusammenzuarbeiten, war ein wichtiger Moment in meiner Karriere. Ich habe ihn drei Jahre in Folge besiegt. Das hat mir unglaublichen Elan gegeben, das hat meinen Selbstwert gesteigert."

Wolff: "Gründungsvater unseres Erfolgs"

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff würdigte Schumacher als einen "der Gründungsväter unseres Erfolgs in den vergangenen fünf Jahren." Es gebe "keinen zweiten Fahrer wie ihn, seine riesige Erfahrung war für die Entwicklung unseres Teams von unschätzbarem Wert. Heute verneigen wir uns einmal mehr vor Dir", führte der Österreicher aus, dessen Rennstall seit 2014 alle Titel in der Königsklasse gewann.

Weiter hat Schumacher laut Wolff "den Sport für immer verändert: Als Fahrer hat Michael die Formel 1 mit seinem Auge fürs Detail und seinem technischen Verständnis zu einem völlig neuen Level geführt. Er hat alles mit großer Entschlossenheit getan, von den Debriefs mit seinen Ingenieuren bis hin zum Fitness-Training. Und er war immer auf der Suche nach neuen Wegen, um seine Leistung auf der Strecke zu verbessern."

Barichello: "Unsere Beziehung war sehr stark"

Der Brasilianer Rubens Barrichello, an dessen Seite Schumacher von 2000 bis 2004 seine fünf WM-Titel für Ferrari gewonnen hatte, erklärte, er sei "stolz auf das, was wir zusammen bei Ferrari aufgebaut haben". Der 46-Jährige führte aus: "Als ich den Vertrag mit Ferrari unterzeichnete, wusste ich, dass ich mich mit einem der besten Piloten der Welt messen musste. Auch wenn es Momente gab, in denen wir uns nicht einig waren, war unsere Beziehung sehr stark."

Barrichellos Landsmann Felipe Massa (37), Schumachers letzter Teamkollege bei Ferrari von 2005 bis 2006, erinnert sich gern an die Offenheit des 91-maligen Grand-Prix-Siegers zurück. "Lieber Schumi, für mich bist du ein außerordentlicher Mensch. Ich vergesse nicht die Hilfe, die du mir in meiner Karriere geleistet hast. Ich spreche nicht nur von Ratschlägen, in denen du ein Meister, ein Professor warst. Du hast mir auch geholfen, als du Ende 2006 dein Karriereende beschlossen hast. Ferrari hatte sich für die nächste Saison schon für Kimi Räikkönen entschieden. Hättest du dich nicht zurückgezogen, hätte es für mich bei Ferrari keinen Platz mehr gegeben."

Hülkenberg: "Der Größte aller Zeiten"

Auch Renault-Pilot Nico Hülkenberg würdigte Schumacher: "Alles Gute zum 50. Geburtstag, Größter aller Zeiten! Bleib stark und kämpfe weiter!"

Schumacher ist seit seinem folgenschweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 in Meribel nicht mehr in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten. Bei dem Sturz hatte der gebürtige Kerpener ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

(bl/afp)