epa/Stringer

Zugunglück kostet 16 Menschenleben

11.7.2019 21:01 Uhr

Im Osten Pakistans hat ein Zugunglück mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 80 weitere seien bei dem Aufprall des Reisezugs auf einen Güterwaggon am Donnerstag vor dem Morgengrauen in der Stadt Sadiqabad verletzt worden, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte brauchten mehrere Stunden, um die Leichen mithilfe elektrischer Schneidegeräte aus den beschädigten Waggons zu bergen.

Premierminister Imran Khan bekundete seine Trauer - er sei betrübt angesichts der verlorenen Leben. Die Opferzahl könne noch steigen, denn der Zustand einiger der 84 Verletzten sei kritisch, sagte Polizeisprecher Hafeez Bugti.

Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus

Der Güterwaggon war den Angaben zufolge aus noch ungeklärten Gründen auf den Schienen geparkt. Erste Ermittlungen deuteten auf menschliches Versagen hin, sagte Bahnminister Shaikh Rasheed. Beim Aufprall sei der Motor des Reisezugs stark beschädigt worden, teilte die Polizei weiter mit. Mindestens drei Waggons entgleisten. Der Zug war unterwegs von Lahore in die Provinz Balochistan, als in der Provinz Punjab der Unfall geschah.

Zuglücke sind in Pakistan nichts Ungewöhnliches. Viele der Zugstrecken stammen noch aus der britischen Kolonialzeit vor 1947 und sind seitdem nicht modernisiert worden.

(an/dpa)