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Zugunglück in Ankara - 9 Tote, 49 Verletzte

13.12.2018 6:45 Uhr

Laut Angaben der DHA ist in den frühen Donnerstagmorgenstunden der Schnellzug von Ankara nach Konya nahe der Station Marsandiz am Rande der Hauptstadt entgleist und in eine Überführung gerast. Teile der Überführung seien daraufhin auf zwei Waggons des Zuges gefallen.

Rettungskräfte waren schnell vor Ort, die Bergungsarbeiten sind im Gange.

Gegen 6.30 Uhr Ortszeit war nahe der Station Marsandiz der zwischen den Städten Ankara und Konya verkehrende Schnellzug mit einer Lokomotive zusammengestoßen. Der Gouverneur der Provinz Ankara, Vasip Sahin, sagte, die Lokomotive sei auf denselben Gleisen wie der Schnellzug für eine Kontrollfahrt unterwegs gewesen. Teile des Hochgeschwindigkeitszuges krachten nach der Kollision in eine Überführung. Die Konstruktion, die offenbar aus Metall bestand, brach teilweise auf zwei der Waggons herunter.

Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein

Bilder zeigten die beiden betroffenen Wagen umgestürzt zwischen zerrissenem und verbogenem Metall liegend, einer davon quer zu den Gleisen. Nicht weit entfernt ist die ebenfalls von den Gleisen abgekommene schwere Zugmaschine zu sehen. Der Unfallort liegt nahe der Station Marsandiz, die keine belebte Großstadt-Station ist. Ersten Informationen zufolge liegt dort unter anderem eine Anlage zur Wartung von Zügen.

Wie schnell der Zug unterwegs war, blieb zunächst unklar. Auch wieso gleichzeitig zwei Züge auf denselben Gleisen fahren durften, konnten die Behörden noch nicht beantworten. Anadolu zufolge hat die Staatsanwaltschaft in Ankara eine Untersuchung eingeleitet.

Die Türkei will Medienberichten zufolge ihr Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz modernisieren und hofft dabei auch auf Investitionen aus Deutschland.

Mittlerweile sei die Zahl der Toten auf neun gestiegen.

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(be/dha/dpa)