imago/Westend61

Zugunglück bei Barcelona: Fahrerin stirbt, 95 Menschen werden verletzt

8.2.2019 21:59 Uhr

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen nahe Barcelona hat eine 26-jähriger Fahrerin nicht überlebt. Mindestens 95 Menschen wurden verletzt. Hunderte Menschen befanden sich in den S-Bahnen auf dem Heimweg, viele davon Pendler. Plötzlich stießen die beiden Züge frontal aufeinander.

Weitere 95 Menschen seien bei dem Unfall verletzt worden, teilte der Zivilschutz von Katalonien im Nordosten Spaniens mit. Es gebe drei Schwerverletzte, hieß es. Das Unglück, bereits das dritte in der Region innerhalb von gut eineinhalb Jahren, ereignete sich demnach zwischen den Gemeinden Sant Vicenç de Castellet und Manresa knapp 50 Kilometer nordwestlich von Barcelona.

Signalproblem?

Einige Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. Feuerwehr, Polizei und Ärzte waren am Abend amtlichen Angaben zufolge im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen. Mehr als 100 Passagiere seien mit den Schrecken davongekommen, so der Zivilschutz. Der Zugverkehr wurde unterbrochen.

Die Ursache des Unfalls, der sich gegen 18.20 Uhr mitten im Feierabendverkehr ereignete, war vorerst unbekannt. Ein Sprecher der Regionalregierung sagte aber: "Alles deutet auf ein Signalproblem hin."

Drittes Unglück innerhalb von eineinhalb Jahren

Erst vorigen November war ein Fahrgast ums Leben gekommen, als ein Zug der katalanischen S-Bahngesellschaft Rodalies zwischen Terrassa und Manresa aus den Gleisen sprang. Es gab fast 50 Verletzte. Bei einem weiteren Zugunfall in Barcelona wurden im Sommer 2017 mehr als 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Damals krachte eine S-Bahn im Bahnhof França im Zentrum der Metropole gegen einen Prellbock am Bahnsteigende.

(be/dpa)