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Zug verpasst nach Kippe: Betrunkener Mann hängt sich an Zug und fährt durchs Revier

24.1.2019 14:47 Uhr

Am Duisburger Hauptbahnhof hat sich ein 33-Jähriger betrunken an einen anrollenden Zug geklammert, weil er dessen Abfahrt verpasst hatte und ist so bei Eiseskälte durchs Ruhrgebiet weitergefahren. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen dieser waghalsigen Aktion gegen den Mann ein.

Beim Rauchen am Hauptbahnhof hatte der Betrunkene die Abfahrt seines Eurocitys verpasst und war kurzerhand aufgesprungen, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Reisende seien nach einigen Kilometern auf die lautstarken Hilferufe des Mannes aufmerksam geworden. Sie zogen bei Mülheim auf freier Strecke die Notbremse und beendeten damit am Mittwochabend die lebensgefährliche Aktion.

Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille

Der Zug hielt, und der Mann aus Ibbenbüren stieg unverletzt ein. Am Essener Hauptbahnhof nahm ihn die Bundespolizei in Empfang. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. "Waghalsige Aktionen wie in diesem Fall sind lebensgefährlich und darüber hinaus auch strafbar!", warnte die Bundespolizei.

Der Zug könne auf der Strecke eine Geschwindigkeit von maximal 160 Stundenkilometern erreichen, erklärte ein Bahnsprecher. Wie schnell der Eurocity während des Vorfalls tatsächlich gefahren sei, konnte die Bahn nicht sagen.

(gi/dpa)

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