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Zufallsfund in Israel - zwei Römerzeitbüsten

30.12.2018 15:30 Uhr

Da stellte sich einer Israelin in Nordisrael ein ganz besonderes Hindernis in den Weg - zwei Büsten aus der Römerzeit, die vermutlich vom Regen freigespült wurden. Dieser Zufall brachte einen Fund ans Tageslicht, den man aufgrund seines Alters sicher als "historisch wertvoll" betrachten kann und muss. 1.700 Jahre alt werden die beiden Männerbüsten sein, über welche die Israelin nicht nur sprichwörtlich, sondern sehr real stolperte.

Historischer Zufallsfund in Israel: In der Nähe antiker Ruinen ist eine Frau auf einen aus dem Boden herausragenden Kopf gestoßen - was die Entdeckung zweier Büsten aus der Römerzeit zur Folge hatte. Wie die israelische Altertumsbehörde (IAA) am Sonntag mitteilte, werden die lebensgroßen Skulpturen auf die späte Römerzeit vor rund 1700 Jahren datiert.

Anerkennungsurkunde für den historisch bedeutenden Fund

Die Frau machte ihren Fund den Behördenangaben zufolge in der nordisraelischen Stadt Beit Schean in der Nähe römischer und byzantinischer Ruinen. Vermutlich wurden die Skulpturen durch Regenfälle freigelegt.

Der Behörde zufolge zeigen die in Kalkstein gehauenen Büsten Männer im zur damaligen Zeit typischen orientalischen Stil. "Büsten wie diese wurden normalerweise in der Nähe oder in einem Grab platziert und könnten in groben Zügen die Verstorbenen dargestellt haben", erklärte Eitan Klein von der IAA.

Die Entdeckerin der Büsten soll laut IAA nun eine "Anerkennungsurkunde" erhalten, weil sie ihren Fund gemeldet und nicht für sich selbst behalten habe. Nach weiterer Forschung sollen die Skulpturen voraussichtlich öffentlich ausgestellt werden.

(ce/afp)