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Zoll stellt mehr als neun Tonnen mutmaßliches Elfenbein sicher

29.3.2019 9:39 Uhr

In einem Schiff aus dem Kongo hat der vietnamesische Zoll über neun Tonnen mutmaßliches Elfenbein sichergestellt. In Asien wird aus den Stoßzähnen Deko oder Arznei hergestellt.

Das Schmuggelgut sei bereits am Dienstag in einer Holzlieferung im Hafen der zentral gelegenen Stadt Danang entdeckt und beschlagnahmt worden, teilte der Zoll am Freitag mit. Es handele sich um eine der größten illegalen Einfuhren von Wildtiertrophäen der vergangenen Jahre. Ein Zollsprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Untersuchung des Fundes dauere noch an. Erst nach deren Abschluss könne mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich um Elfenbein handelt. Fernsehbilder zeigten, wie Polizisten große Mengen von mutmaßlichen Elefanten-Stoßzähnen wogen.

Kampf gegen Elfenbein-Schmuggel

Elfenbein wird in Vietnam ebenso wie in anderen Teilen Asiens, insbesondere China, zur Dekoration und zur Herstellung traditioneller Arzneien verwendet. Die vietnamesische Regierung hat dem Schmuggel von Elfenbein den Kampf angesagt.In Afrika leben noch schätzungsweise 450.000 bis 500.000 Elefanten. Von ihnen werden jedes Jahr rund 30.000 getötet. Wichtigster Grund ist das Elfenbein: Obwohl der Handel international geächtet ist, erzielt der Stoff vor allem in Asien Preise von rund 800 Euro pro Kilo.

(be/afp)