Symbolbild: imago/ZUMA Press

Zivilsten fliehen aus letzter IS-Hochburg in Syrien

12.2.2019 19:55 Uhr

In Syrien sind Hunderte Zivilisten vor den Kämpfen um die letzte Bastion der Miliz Islamischer Staat geflohen. Rund 500 Menschen hätten in den vergangenen 24 Stunden den vom IS kontrollierten Ort Baghus verlassen können, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag.

Bei den meisten handele es sich um Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalitäten. Unter ihnen seien auch Deutsche.

Die Zivilisten sind demnach in Gebiet unter Kontrolle der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) geflohen. Die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Die Menschenrechtler sitzen in England, stützen sich bei ihren Angaben aber auf Informanten in Syrien.

Heftige Kämpfe um Baghus

Die SDF stehen unter kurdischer Führung und hatten am Wochenende eine Offensive auf die letzte IS-Bastion begonnen. Die von den USA angeführte internationale Koalition unterstützt sie aus der Luft. Die heftigen Kämpfe um Baghus nahe der Grenze zum Irak seien auch am Dienstag weitergegangen, meldeten die Menschrechtler. Der IS sei auf ein Gebiet von etwa zwei Quadratkilometern zurückgedrängt worden.

In Baghus sollen noch mehrere Hunderte IS-Anhänger ausharren, darunter Anführer und ausländische Kämpfer. Auch IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi soll Medienberichten zufolge dort gewesen, mittlerweile aber in die umliegenden Wüstengebiete geflohen sein.

(an/dpa)