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Zentralrat der Muslime will mehr Polizeischutz für Moscheen

14.9.2019 12:09 Uhr

Nach einigen Bombendrohungen und Übergriffen auf Moscheen in Deutschland, fordert der Zentralratschef der Muslime Aiman Mazyek ein "neues Sicherheitskonzept, denn die Gefahrensituation für muslimische Einrichtungen hat sich grundlegend verändert", wie er der "Osnabrücker Zeitung" in der Samstagsausgabe sagte.

Bundesweit seien in diesem Jahr zwar nur wenige Fälle von Bombendrohungen gegen Moscheen öffentlich geworden - es gebe aber mehr, erklärte Mazyek. Der Zentralrat wisse von 18 Fällen, "die Dunkelziffer dürfte noch höher sein". Viele Moscheen wollten jedoch nicht, dass entsprechende Informationen nach außen drängen, denn sie fürchteten Trittbrettfahrer.

"Es braucht Symbole"

Mazyek forderte Politiker auf, betroffene Moscheen zu besuchen: "Das ist zwar Symbolpolitik, aber es braucht Symbole in diesem Zusammenhang." Wenn eine Minderheit angegriffen werde, "dauert es nicht lange, bis es die nächste Minderheit trifft". Der Zentralratsvorsitzende kritisierte: "Es ist fatal, wenn die öffentliche Empörung ausbleibt und diese Vorgänge nicht als Gefahr gegen die Demokratie als solche verstanden werden."

(be/afp)

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