epa/Andre Pain

Zehntausende protestieren gegen Trumps Friedensplan

11.2.2020 13:33 Uhr

Zehntausende Palästinenser haben im Westjordanland gegen den Nahostplan von US-Präsident Donald Trump protestiert. In der Zwischenzeit hielt Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Abbas spricht am späten Dienstagnachmittag bei einer Sitzung zu dem Thema.

Die Demonstranten in Ramallah trugen palästinensische Flaggen. Auf Schildern stand unter anderem, dass der Nahost-Plan nicht umgesetzt werde und dass Jerusalem nicht zum Verkauf stehe.

Sitzung auf Antrag von Tunesien und Indonesien

Tunesien und Indonesien haben im Namen der Palästinenser eine Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums für Dienstag beantragt. Tunesien und Indonesien sind momentan Mitglieder des UN-Sicherheitsrates.

Aufgrund massiven Drucks der USA wird der UN-Sicherheitsrat allerdings nicht wie geplant im Beisein von Abbas über eine Gegenresolution zu dem von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ausgearbeiteten Plan abstimmen, wie mehrere Diplomaten am Montag der Deutschen Presse-Agentur berichteten.

Der US-Nahostplan war nach seiner Vorstellung in Washington Ende Januar vielerorts auf Ablehnung gestoßen - unter anderem bei der EU und den Palästinensern -, weil er die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde er Israel die Annexion des Jordantals und jüdischer Siedlungen im Westjordanland erlauben. Ein Palästinenserstaat wäre mit harten Auflagen verbunden und der Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im historischen Ost-Jerusalem zunichte gemacht.

(an/dpa)

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