epa/Mohamed Messara

Zehntausende demonstrieren in Algerien

21.2.2020 23:03 Uhr

Zum Jahrestag der Anti-Regierungs-Demonstrationen sind in Algerien sind am Freitag erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um für demokratische Reformen zu demonstrieren. Neben der Hauptstadt Algier protestierten auch in vielen weiteren Städten des größten afrikanischen Landes die Menschen gegen die Regierung.

«Wir sind nicht hier, um zu feiern. Wir sind gekommen, damit ihr geht», skandierten Tausende im Zentrum von Algier.

Fehlende Reformen

Vor einem Jahr hatten in Algerien Massenproteste begonnen, die zum Rücktritt von Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika geführt hatten. Trotz angekündigter Reformen kommt es weiterhin wöchentlich zu Protesten. Auch die Neuwahl des Präsidenten im vergangenen Dezember hat die Situation nicht beruhigen können. Viele Demonstranten sehen im neugewählten Präsidenten Abdelmadjid Tebboune eine Fortsetzung des alten Systems, das mehr als 20 Jahre in Algerien herrschte.

Tebboune hatte im Vorfeld des Jahrestages die Protestbewegung demonstrativ gelobt und den 22. Februar zum nationalen Feiertag erklärt.

(an/dpa)

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