Symbolbild: epa/Neil Hall

Zehn Tote bei Explosion in Moschee

10.1.2020 18:31 Uhr

Mindestens zehn Menschen sind bei einer Explosion in einer Moschee in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan ums Leben gekommen. Weitere mindestens 13 seien bei dem Vorfall der Provinzhauptstadt Quetta verletzt worden, sagte der Sprecher der Polizei in Quetta, Alam Baloch, am Freitag. Unter den Toten seien der Gebetsführer sowie ein hochrangiger Polizeibeamter.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Vergangenheit hatten pakistanische Taliban sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Angriffe auf Gebetsstätten und Sicherheitskräfte in der Provinz für sich reklamiert.

Die Explosion habe sich kurz nach Ende des Abendgebetes ereignet, als die Menschen die Moschee verlassen wollten, sagte Baloch weiter. Dem regionalen Polizeichef Abdul Razzaq Cheema zufolge würden erste Untersuchungen darauf hindeuten, dass ein Selbstmordattentäter eine Bombe zündete. Bilder in sozialen Medien zeigten durch die Explosion herausgerissenen Türen und herabgefallene Deckenteile.

Erst vor drei Tagen waren in Quetta zwei Menschen getötet worden, nachdem ein an einem Motorrad angebrachter Sprengsatz in der Nähe eines Fahrzeugs von Sicherheitskräften detoniert war. Davor hatte es für längere Zeit keine Zwischenfälle in der Stadt gegeben.

Baluchistan gilt als Unruheprovinz Pakistans, sie grenzt an Afghanistan und den Iran. Zuletzt kam es vor allem dort zu Anschlägen und Gewalt seitens islamistischer Gruppen sowie Rebellen.

(an/dpa)

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