dpa

ZDF-Korrespondent Brase kehrt am Sonntag zurück in die Türkei

16.3.2019 10:17 Uhr

Nachdem er seine Akkreditierung wiedererhalten hat, kehrt ZDF-Korrespondent am Sonntag zurück in die Türkei. Alle Mitarbeiter vor Ort hätten Arbeitsgenehmigungen erhalten.

"Das Studio wird ab Sonntag wieder voll einsatzbereit sein", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut am Freitag bei einer Pressekonferenz in Mainz. Alle Mitarbeiter vor Ort hätten eine Arbeitsgenehmigung bekommen.

"Wichtiges Land für die Berichterstattung"

Die Türkei sei für das ZDF ein wichtiges Land für die Berichterstattung. Daran werde sich nichts ändern. Er hoffe, dass das Instrument der Ausweisung zukünftig "in der Mottenkiste" verschwinde, sagte Bellut. Zuletzt hatte es vor Jahrzehnten Ausweisungen von ZDF-Korrespondenten gegeben. Bellut nannte als Beispiel vereinzelte Vorfälle während des Kalten Kriegs und des Apartheidregimes in Südafrika.

Die Türkei hatte Brase vor knapp zwei Wochen die Verlängerung seiner Akkreditierung verweigert. Von dieser Maßnahme war auch Thomas Seibert betroffen, Türkei-Korrespondent für den Berliner "Tagesspiegel". Im Fall Brases revidierte die Türkei ihre Entscheidung am Dienstag. Der Leiter des ZDF-Studios in Istanbul musste das Land zwischenzeitlich verlassen.

Den Korrespondenten Brase und Seibert war kein Grund für die Ablehnung ihres Antrags genannt worden. Die Pressekarte ist für ausländische Journalisten in der Regel notwendig zum Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung. Bereits in den vergangenen Jahren hatten mehrere deutsche Journalisten das Land verlassen müssen, weil sie auch nach Monaten keine neuen Karten hatten. Es war aber das erste Mal, dass Anträge explizit abgelehnt wurden.

(be/afp)