dpa

Zahl der Toten in Mogadischu steigt auf mindestens 73

28.12.2019 10:46 Uhr

Nach dem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist die Zahl der Toten auf mindestens 73 gestiegen. Das sagte der Leiter des Medina-Hospitals, Mohamed Yusuf, der Deutschen Presse-Agentur.In seine Einrichtung seien bisher zudem 54 Verwundete gebracht worden.

Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem nach ersten Erkenntnissen ein offensichtlich mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in die Luft flog.

Nach Angaben eines anderen Polizeisprechers wurden durch die schwere Explosion am frühen Morgen auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von aufgerissenen Karosserien.

Drei türkische Opfer

Unter den Opfern befinden sich laut Polizeiangaben auch drei tote türkische Staatsbürger. Sie befanden sich mit ihrem Leibwächter in ihrem Geländewagen, als der Lastwagen explodierte.

Nach vorläufigen Angaben handelt es sich bei den türkischen Opfern um Ingenieure, die an der Renovierung der Straßenverbindung zwischen Mogadischu und dem Ort Afgoye beteiligt waren.

Opferbilanz wird wohl noch steigen

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte. "Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete." Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die terroristische Al Shabaab vermutet.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die sunnitischen Fundamentalisten beherrschen große Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge. Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung.

(be/dpa)

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