Hürriyet

Zahl der Todesopfer nach Erdbeben in Izmir auf 115 gestiegen

9.11.2020 13:32 Uhr

Die Zahl der Todesopfer nach dem schlimmen Erdbeben in Izmir ist auf 115 gestiegen. Das teilte die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) mit. Zudem werden laut offiziellen Angaben noch 24 Menschen in Krankenhäusern behandelt, von denen sich drei Personen in einem kritischen Zustand befinden. Das sagte zuletzt Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede der in der nordwestlichen Provinz Kocaeli. Über 1000 Menschen konnten hingegen die Kliniken wieder verlassen.

Umwelt- und Städteminister Murat Kurum erklärte zudem, dass 342 Gebäude in der Stadt zerstört oder so stark beschädigt wurden, dass sie unbewohnbar sind. Als vorübergehende Lösung wurden tausende Zelte für die Menschen aufgestellt, die zurzeit kein Dach über dem Kopf haben. Die türkische Regierung hat bereits eine finanzielle Hilfe von rund 1,35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit die Wohnhäuser schnellstmöglich wieder aufgebaut werden können.

USGS: Beben hatte Stärke 7

Das Zentrum des Bebens am 30. Oktober lag den Behörden zufolge in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir. Die gleichnamige Stadt Izmir, mit 4,3 Millionen Einwohnern drittgrößte in der Türkei, war besonders stark von dem Beben betroffen. Die türkische Katastrophenbehörde gab die Stärke mit 6,6 an, die US-Erdbebenbehörde USGS sogar mit 7.

In der Türkei verlaufen mehrere Verwerfungslinien und das Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Erst im Januar waren bei zwei Beben in den osttürkischen Städten Elazig und Malatya mehr als 40 Menschen getötet worden. Auch die Millionenmetrople Istanbul ist stark erdbebengefährdet.

(mb)

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