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Zahl der rechtskräftigen Verurteilungen in Deutschland um drei Prozent gesunken

28.11.2018 11:03 Uhr

Die Zahl der von deutschen Gerichten rechtskräftig Verurteilten ist im vergangenen Jahr um drei Prozent auf rund 716.000 gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Mehr als drei von vier Verfahren (77,1 Prozent) endeten dabei mit einer Geldstrafe, weitere knapp 15 Prozent mit Haftstrafe oder Strafarrest.

Eine flächendeckende sogenannte Strafverfolgungsstatistik gibt es in Deutschland seit 2007. Seitdem sank die Zahl gerichtlich beendeter Strafverfahren um 20 Prozent. Die Zahl rechtskräftiger Verurteilungen ging entsprechend um 21 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Strafverfahren können auch auf anderer Weise beendet werden. Unter anderem kann sich bei staatsanwaltlichen Ermittlungen herausstellen, dass kein hinreichender Tatverdacht vorliegt. Auch können Verfahren gegen Auflagen wie Geldbußen, gemeinnützige Arbeitsleistungen oder erzieherische Maßnahmen laut Jugendstrafrecht eingestellt werden.

Die Statistik umfasst Verurteilungen nach verschiedenen Gesetzen. Außer dem Strafgesetzbuch gehören dazu unter anderem auch Taten nach dem Straßenverkehrs- und dem Betäubungsmittelgesetz. Etwa jede fünfte Verurteilung (rund 159.000) erfolgte im vergangenen Jahr wegen Vergehen im Straßenverkehr.

(be/afp)

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