Der "Blutmond" heute Morgen über Erfurt. (Imago/Steve Bauerschmidt)

Wunderbarer "Blutmond" am frühen Morgen

21.1.2019 7:50 Uhr

Er war bei klarem Himmel deutlich zu sehen und schimmerte wunderbar rötlich: Am frühen Montagmorgen hatten Frühaufsteher und Himmelsgucker die Chance auf ein seltenes Spektakel: die totale Mondfinsternis.

Bei frostigen Temperaturen präsentierte sich der "Blutmond" in fast ganz Deutschland in seiner ganzen Pracht. Nur im Norden Deutschlands und im Alpenvorland machte das Wetter den "Blutmond"-Fans einen Strich durch die Rechnung. Viele Wolken verdeckten dort die Sicht.

Wie zahlreiche Schaulustige fotografierte auch das Planetarium Bochum den "Blutmond" und schrieb am Morgen auf Twitter: "Diese #Mondfinsternis dürfte auch in der Totalität ziemlich hell bleiben."

"Blutmond" nur bei Vollmond möglich

Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen bei dieser Finsternis genau auf einer Linie. Das Schauspiel begann gegen 4.34 Uhr, als der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde rückte.

Um etwa 5.41 Uhr war der Mond vollkommen im Kernschatten verschwunden - die totale Mondfinsternis nahm ihren Lauf. Die Strahlen der Sonne wurden in der Atmosphäre der Erde gebrochen. Da nur das langwellige rötliche Licht zum Mond gelangt, schimmerte dieser rötlich.

Um kurz vor sieben Uhr war alles vorbei

Etwa eine Stunde lang konnte der "Blutmond" bestaunt werden, bevor er um 6.44 Uhr langsam aus dem Kernschatten herausrückte und die totale Mondfinsternis endete.

Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erschier er besonders groß. Die Mondgucker kamen also voll auf ihre Kosten. Das nächste Himmelsspektakel einer totalen Mondfinsternis gibt es erst an Silvester 2028.

(bl/dpa)