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Wucher und Schwarzmarkthandel - Türkei greift hart durch

30.3.2020 16:19 Uhr

Krisenzeiten bringen das Beste oder das Schlechteste im Menschen hervor. Während die Welt von der Corona-Krise gebeutelt wird, versucht so mancher mit der Angst der Menschen abzukassieren. Sicherheitskräfte in der Türkei sind in den letzten Wochen deshalb verstärkt gegen Unternehmen und Personen vorgegangen, die versuchen, die Lage auszunutzen und eine "schnelle Mark" zu machen.

Bei den Razzien, die zwischen dem 9. – 28. März durchgeführt wurden, hat man insgesamt 160 Personen in 30 Provinzen festgenommen, weil sie unter anderem Wucherpreise für medizinische Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel genommen haben. Für diese besteht momentan eine erhöhte Nachfrage und die Menschen sind dazu bereit, auch hohe Preise zu zahlen.

Wie die Sicherheitsbehörden anführen, hätten die Täter mit ihren Praktiken auch die öffentliche Gesundheit gefährdet. Bei den landesweiten Razzien haben Mitarbeiter der Abteilungen für Wirtschaftskriminalität und Schmuggel in den letzten Wochen 2,5 Millionen Atemschutzmasken, 142.000 Schutzhandschuhe, 176.000 Flaschen Desinfektionsmittel, 15.000 Liter chemische Zusätze sowie große Mengen an purem Alkohol beschlagnahmt. Auch 2500 Flaschen "Kolonya" – Kölnisch Wasser mit hohem Alkoholgehalt – wurden bei den Razzien sichergestellt.

(be)

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