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Wohnhaus in Nigeria eingestürzt - mindestens acht Tote

13.3.2019 23:32 Uhr

In Lagos in Nigeria ist am heutigen Tage ein Wohnhaus eingestürzt. Mindestens acht Menschen wurden beim Einsturz des Hauses getötet. Die Suche nach Verschütteten geht weiter, da niemand weiß, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Einsturzes im Haus befanden. Das Tragische ist, in dem Haus waren sowohl ein Schule, wie auch ein Kindergarten untergebracht.

Nach Angaben der staatlichen Katastrophenschutz-Agentur im Bundesstaat Lagos waren dutzende Kinder unter den Trümmern verschüttet worden. Nach offiziellen Angaben besuchten sie eine "illegale Schule" in dem Wohnhaus, als es zusammenbrach. Gouverneur Akinwunmi Ambode ließ mitteilen, es würden derzeit zusätzliche Kräne an den Unglücksort gebracht. So wolle man tiefer graben und weitere Leben retten. Er kündigte zudem eine Untersuchung an und versprach, die Verantwortlichen zu bestrafen. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari sprach den Familien der Opfer seine Anteilnahme aus.

Unglücksursache bisher unklar

An der Unglücksstelle lagen Tornister, Spielzeug und Kleidung auf dem Boden, weinende Eltern warteten auf Neuigkeiten. "Bitte retten Sie mein Kind", rief eine Mutter, deren siebenjährige Tochter noch vermisst wurde, den Rettungskräften zu. Ein AFP-Reporter beobachtete, wie mindestens ein Kind offenbar tot aus den Trümmern geborgen wurde. Ein kleiner Junge, der ohnmächtig aus dem eingestürzten Gebäude geholt wurde, war schwer verletzt und mit Blut und Staub bedeckt.

Unklar blieb zunächst, warum das Haus einstürzte. Ein Augenzeuge sagte, es habe keinerlei Vorzeichen gegeben. "Wir standen draußen und rauchten, da ist das Gebäude einfach zusammengebrochen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Mehrere Menschen, die in der Nähe lebten, berichteten übereinstimmend, das baufällige Wohnhaus habe auf Anordnung der Behörden demnächst abgerissen werden sollen. Gouverneur Ambode bestätigte lediglich, dass die meisten Gebäude in der Gegend vor dem Abriss standen. Einige Vermieter hätten sich diesen Plänen aber widersetzt.

In Nigeria stürzen wegen laxer Sicherheitsvorschriften immer wieder Gebäude ein. Im September 2014 starben 116 Menschen, als in Lagos ein sechsstöckiges Gebäude zusammenbrach. Im Dezember 2016 begruben die Trümmer einer Kirche in Uyo 60 Menschen.

(ce/afp)