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WM-Desaster: Dennis Schröder denkt nicht an Rücktritt

4.9.2019 16:03 Uhr

Nach der vermurksten Basketball-WM in China gibt sich der deutsche Basketball-Superstar Dennis Schröder kämpferisch. Aufgeben kommt für den 25-Jährigen nicht in Frage.

"Ich werde nicht sagen, ich bin nicht mehr dabei, weil wir bis jetzt noch kein erfolgreiches Turnier gespielt haben. Dafür bin ich ein zu großer Kämpfer", sagte der NBA-Profi einen Tag nach der zweiten Niederlage im zweiten Vorrundenspiel gegen die Dominikanische Republik (68:70). Durch die Blamage hatte das deutsche Team die zweite Gruppenphase verpasst und kämpft in den Platzierungsspielen (17 bis 32) um ihre Olympiachance. "In Zukunft haben wir sehr viel Potenzial und können viel erreichen. Aber da müssen natürlich auch alle mitziehen. Solange auch alle mitziehen, bin ich dabei, keine Frage", sagte Schröder, der allerdings eine lange Pause einlegte, bevor er die Frage zur Fortsetzung seiner Nationalmannschaftskarriere beantwortete.

Jeder ist Schuld

Bei der Ursachenforschung fand der Braunschweiger klare Worte. "Es ist enttäuschend, natürlich ist jeder daran Schuld. Ich nehme das auch in erster Linie auf mich, ich bin ja der Leader der Mannschaft. Da habe ich gar kein Problem mit", so Schröder: "Wir müssen auf jeden Fall einen Weg finden, damit wir alle noch einmal an einem Strang ziehen und jetzt wenigstens die Aufgabe erfolgreich lösen."Mit Siegen im letzten Vorrundenspiel in Shenzhen gegen Jordanien am Donnerstag (10.30 Uhr MESZ/MagentaSport) und in den Platzierungsspielen gegen den Senegal und Kanada in Shanghai hätte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) einen Platz bei einem Olympia-Qualifikationsturnier sicher. Bei nur zwei Siegen könnte es schon eng werden. Für Erfolge bei den weiteren Aufgaben braucht die Mannschaft laut Schröder mehr Zusammenhalt. "Die Gegner hatten mehr Energie als wir und haben sich füreinander gefreut. Wir haben das leider nicht so getan", sagte der Spielmacher von Oklahoma City Thunder. Probleme gebe es nur auf dem Feld. "Die Teamchemie bei uns war gut. Es war immer positiv im Training, aber im Spiel war es ein bisschen anders. Da hat jeder mit sich selbst gekämpft."

(be/afp)

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