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Wirtschaftsexperte Nauseda gewinnt haushoch

26.5.2019 22:43 Uhr

Der Politik-Neuling und Wirtschaftsexperte Gitanas Nauseda galt nicht unbedingt als Favorit, doch trotzdem konnte er sich mit 73 Prozent gegen die Gegenkandidatin, Ex-Finanzministerin Ingrida Simonyte, bei der Präsidentschaftswahl in Litauen durchsetzen. Im Wahlkampf versprach er, Litauen zu einem "Wohlfahrtsstaat" umzubauen und sich für mehr Dialog zwischen unterschiedlichen sozialen Schichten einzusetzen.

Der unabhängige und als moderat geltende Mitte-Rechts-Kandidat Nauseda kam bei der Stichwahl am Sonntag nach Auszählung der Stimmen in gut der Hälfte der Wahllokale auf 73 Prozent. Seine Rivalin, Ex-Finanzministerin Ingrida Simonyte, räumte ihre Niederlage ein. "Ich gratuliere Gitanas und wünsche ihm Erfolg dabei, die litauische Nation hinter sich zu vereinen", sagte Simonyte dem Fernsehsender LRT. Unterstützer sehen in Nauseda die Chance auf einen Präsidenten, der über den politischen Lagern steht. Der Politik-Neuling folgt auf Amtsinhaberin Dalia Grybauskaite. Sie durfte nach zwei Mandaten nicht noch einmal antreten.

Kein großer Einfluss aufs Tagesgeschäft

Der Präsident hat in Litauen zwar keinen Einfluss auf das politische Tagesgeschäft. Er ist aber zuständig für die Außenpolitik und vertritt das Land bei EU-Gipfeln. Zudem ernennt er Minister, Richter und die Chefs der Streitkräfte und der Zentralbank. Dabei muss er sich allerdings meist mit dem Ministerpräsidenten oder dem Parlament abstimmen.

(be/afp)

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