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Wirft Hoeneß beim FC Bayern hin?

2.12.2018 16:33 Uhr

Uli Hoeneß hat beim traditionellen Fanklub-Besuch am ersten Advent erstmals seine Zukunft als Präsident von Bayern München infrage gestellt.

"Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das alles entwickelt, werde mir viele Gedanken machen und entscheiden, was ich will und was nicht. Dieser Abend geht nicht spurlos an einem vorüber und man kann nicht zur Tagesordnung übergehen", sagte der 66-Jährige im oberfränkischen Kersbach. Hoeneß bezog sich dabei auf die Jahreshauptversammlung des FC Bayern am Freitag und den Wortbeitrag eines Mitglieds, das ihn massiv attackiert hatte.

Hoeneß: "Ich war schockiert"

Später gab es Buhrufe, Pfiffe und Beschimpfungen gegen Hoeneß. "Hier war von einem von ganz kleinen Teil der Versuch unternommen worden, meinen tadellosen Ruf als Manager, Vorstand und Präsident zu beschädigen. Da muss ich ehrlich sagen: Ich war schockiert, ich war überrascht und deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich so besonnen reagiert habe", sagte Hoeneß.

Er habe 40 Jahre daran gearbeitet, dass der FC Bayern dort stehe, wo er jetzt angelangt sei, fügte Hoeneß an, und setzte hinzu: "Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt, und ich hoffe, dass sich das wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern. Denn das ist etwas, was ich nicht akzeptiere.

"Hoeneß sagte, er sei "aufgewühlt" gewesen und habe sich zusammenreißen müssen, "sonst wäre das möglicherweise alles aus dem Ruder gelaufen und das wäre nicht gut gewesen für Bayern München. Wenn ich so reagiert wie früher, dann gute Nacht". Aber, stellte Hoeneß klar, "dieser Abend macht mir Sorge".

(ce/afp)