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Wird man bald die Durchsagen bei der Bahn verstehen?

23.1.2019 16:45 Uhr

Am Frankfurter Bahnhof testet derzeit die Deutsche Bahn eine Technik aus, um die Verständlichkeit von Durchsagen zu verbessern. Wenn es gut läuft, wird sie ausgeweitet.

Neue Technik für besser verständliche Durchsagen testet die Deutsche Bahn auf zwei Bahnsteigen am Frankfurter Hauptbahnhof. Sechs Monate lang soll sich die Anlage der Berliner Firma Holoplot bewähren, teilte die Bahn am Mittwoch mit. Bei positiver Rückmeldung der Fahrgäste könne das System an weiteren Bahnhöfen eingesetzt werden, erklärte der Konzernbevollmächtigte für das Land Hessen, Klaus Vornhusen.

Kostenaufteilung

An den zwei unterirdischen Test-Bahnsteigen 103 und 104 verkehrt die S-Bahn, die Strecke unter der City gehört zu den am stärksten befahrenen der Bahn bundesweit. Selbst im dichten Berufsverkehr sollen Durchsagen etwa über Verspätungen oder Gleisänderungen dank des neuen Systems künftig besser zu verstehen sein.

Auf den Bahnsteigen wurden dazu an elf Standorten insgesamt 23 softwaregesteuerte neue Audio-Module installiert, erklärte die Bahn. Der Schall könne damit gezielt auf bestimmte Zonen gerichtet werden, so dass Durchsagen von anderen Gleisen nicht mehr stören. Der Geräuschpegel soll damit auch insgesamt sinken. Die Kosten des Tests in Höhe von 150 000 Euro tragen zu zwei Dritteln die Bahn und einem Drittel der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

(sis/dpa)