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Wird ab Mittwoch das Bargeld knapp?

1.1.2019 13:09 Uhr

Wird zum Jahresstart das Bargeld knapp und droht dem Bargeldverkehr in Deutschland der GAU? Möglich wäre es, denn die Gewerkschaft Verdi fordert die Geldtransportfirmen auf, ab Mittwoch zu streiken. Gerade dann, wenn erfahrungsgemäß nach Neujahr viele Geschäfte einen Ansturm erwarten. Da wird es nicht ohne erhebliche Störungen und Bargeldknappheit ablaufen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft ab Mittwoch zum Streik bei Geldtransportfirmen auf. Der Bargeldverkehr in Deutschland werde dadurch "erheblich gestört", kündigte Verdi am Dienstag an. Viele Banken und Einzelhändler bekämen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld, Geldautomaten würden nicht neu befüllt. "Hunderte" Geldtransporte seien von dem Ausstand betroffen.

Streik soll den Lohnforderungen Nachdruck verleihen

Für die Branche laufen derzeit Tarifverhandlungen; fünf Runden blieben nach Gewerkschaftsangaben bisher ohne Ergebnis. Bei den nächsten Gesprächen am Donnerstag und Freitag müsse die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, verlangte Verdi. Andernfalls würden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet.

Verdi fordert für die etwa 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wertbranche eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr über zwei Jahre. Außerdem sollen die Gehälter im Osten denen im Westen angeglichen werden. Der Gewerkschaft zufolge verdienen Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten derzeit rund 1800 bis 2400 Euro brutto, im Westen sind es 2200 bis 2900 Euro brutto im Monat.

(ce/afp)