dpa

Wirbelsturm "Fani" fordert mindestens acht Menschenleben

4.5.2019 10:31 Uhr

Der stärkste Zyklon seit rund 20 Jahren hat schwere Schäden in Indien hinterlassen. Mindestens acht Menschen sind gestorben, Hunderttausende musste ihre Häuser verlassen, ganze Landstriche stehen unter Wasser. Auf seinem Weg Richtung Bangladesch hat sich "Fani" allerdings deutlich abgeschwächt.

Hatte der tropische Wirbelsturm am Freitagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern das Festland in der Nähe der Stadt Puri getroffen, so wurden 24 Stunden später nur noch knapp 100 Stundenkilometer gemessen. Die nationale Wetterbehörde erwartete, dass sich der Sturm bis zur Ankunft seines Zentrums in Bangladesch noch weiter abschwächt. Die Zahl der Todesopfer, die Medienberichten zufolge allein in Indien bei mindestens acht liegt, könnte dennoch weiter steigen.

"Fani" war als stärkster Zyklon seit rund 20 Jahren auf Indiens Ostküste getroffen. Sowohl dort als auch in Bangladesch wurden Küstengebiete geräumt und Hunderttausende Bewohner in Sicherheit gebracht.

Zyklone keine Seltenheit

Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. "Fani" gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet seit 1999, als mehr als 10.000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 Stundenkilometern erreicht. Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert. Nach Einschätzung der Zeitung "Times of India" ist es diesem Fortschritt und deutlich präziseren Wettervorhersagen zu verdanken, das "Fani" nicht deutlich mehr Menschen zum Opfer fielen.

(be/dpa)

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