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Winter in Syrien: 29 Kinder erfroren

31.1.2019 18:51 Uhr

Zahlreiche Kinder und Babys sind auf der Flucht vor den Kämpfen in Syriens Osten an Unterkühlung gestorben. Mindestens 29 Kinder seien in den vergangenen acht Wochen entweder bereits auf dem Weg oder kurz nach ihrer Ankunft im Flüchtlingslager Al-Hol in der Provinz Al-Hasaka verstorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mit.

"Die Lage in Al-Hol ist herzzerreißend", sagte Syriens WHO-Repräsentantin Elizabeth Hoff. "Kinder sterben, während ihre Familien sich in Sicherheit bringen wollen."

Lage verschlechtert sich von Tag zu Tag

Die Lage in dem Flüchtlingslager im Norden Syriens habe sich in den vergangenen zwei Monaten dramatisch verschlechtert. Die Bevölkerung sei von 10 000 auf fast 33 000 Menschen gestiegen, berichtete die WHO. Tausende neu angekommene Flüchtlinge hätten zuletzt mehrere Nächte bei eisigen Temperaturen ohne Decken und Heizung unter freiem Himmel verbringen müssen. Bereits auf dem Weg seien viele Menschen aufgehalten worden.

Im Osten Syriens rücken die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mit Unterstützung der von den USA geführten Anti-IS-Koalition gegen die letzten verbliebenen IS-Gebiete vor. Tausende Menschen befinden sich wegen der Gefechte auf der Flucht.

(an/dpa)