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Wie man Senioren in der Covid-19-Zeit unterstützt

15.3.2020 0:13 Uhr

Sie sind die Bevölkerungsgruppe, die am stärksten unter dem Coronavirus leidet: Alte und kranke Menschen. Gerade die gilt es, jetzt in der Zeit der Covid-19-Krise nicht zu vergessen und sie nicht weiter in die Isolation zu treiben. Ganz gleich, ob es sich um Familienmitglieder oder ältere Nachbarn handelt, jeder einzelne Mensch kann etwas tun, dass sich Kranke und Alte nicht ausgegrenzt fühlen. Oftmals ist es nicht mehr als ein Gespräch, was notwendig ist, die Einsamkeit zu lindern.

Ältere gelten als besonders gefährdet durch das Coronavirus. Wer Familienmitgliedern, Nachbarn oder Menschen mit Vorerkrankungen helfen will, kann das recht einfach tun. Zum Beispiel mit Einkaufshilfe, sagt Barbara Stupp von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (Bagso). Dann müssen gefährdete Personen sich nicht unnötig in Supermarkt oder öffentlichen Verkehrsmitteln einem Ansteckungsrisiko aussetzen. "Sprechen Sie jemanden an und fragen, ob es etwas gibt, was erledigt werden kann", sagt Stupp. Und es muss nicht nur die Einkaufshilfe sein. Stupps Rat: "Offen fragen, dann erfährt man am ehesten, wo Unterstützung gebraucht wird."

Senioren dürfen nicht isoliert werden und brauchen Zuspruch

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) rät dazu, Senioren nicht sozial zu isolieren. Besuche bei Oma und Opa seien weiter möglich. Man sollte aber Abstands- und Hygieneregeln einhalten, gründlich die Hände waschen und auf das Küsschen für Oma verzichten. In den kommenden Monaten dürften die Großeltern aber nicht Ersatz für Kita oder Schule sein.

Zum Schutz von Senioren raten einige Experten, dass Enkel auf Besuche der Großeltern verzichten sollten. Das muss aber nicht bedeuten, dass sie diesen nicht mehr zur Hand gehen können. Die DGG rät etwa, die Enkel für Einkäufe einzuspannen und so die Großeltern zu entlasten. Was auch wichtig ist: da sein. "Nehmen Sie sich die Zeit für viele Telefonate", sagt Barbara Stupp. Besonders dann, wenn man mitbekommt, dass Bekannte und Verwandte weniger rauskommen und weniger Kontakte haben - etwa wenn im Pflegeheim ein Besuchsverbot verhängt wurde. Damit man sich auch sehen kann, können Angehörige etwa auf Videotelefonie ausweichen. Messenger-Apps wie Whatsapp, Facetime oder Signal bieten diese Möglichkeit kostenlos.

(ce/dpa)

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