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Wie lief die zweite März-Woche für die Türkische Lira?

14.3.2020 11:44 Uhr

Die zweite Märzwochen brachte für die Türkische Lira nicht die erhoffte Entspannung mit. Es gab erneut kleinere Phasen der Erholung bei der Performance zum Euro und zum US-Dollar, aber am Ende der Rechnung stehen Einbußen von 4,3 Prozent zum Euro und von 4,2 Prozent zum US-Dollar zu Buche. Im Vergleich zu beiden Währungen wurden Negativrekorde auf der Basis einer 52-Wochen-Bewertung gefahren.

Wie anhand der Grafik zu erkennen ist, vollführte die Türkische Lira sofort zum Handelsbeginn auf den asiatischen Märkten am Montag einen Nosedive (Sturzflug). Das zog sich auch auf die restlichen Devisenmärkte, um dann am Tag den Fall wieder etwas abzubremsen. Doch eine wirkliche Erholung trat über die zweite Märzwochen in Bezug auf die Lira nicht ein. Wegen des Coronavirus brachen die Aktienmärkte weg. Dow Jones, Dax und auch BIST erlebten eine Talfahrt mit Strahlwirkung auf die Währung. Gerade Schwellenländer und ihre volatilen Zahlungsmittel waren stark gebeutelt. Es ging im Vergleich zum Euro nicht mehr unter die Marke von 6,90 TL, sondern die türkische Währung hat sich über der Marke von 7,xx Lira zum EUR festgesetzt.

Screenshot finanzen.net

Anders als beim Euro stand die Türkische Lira zum Wochenbeginn und bis in die zweite Wochenhälfte der Woche vom 09. März bis zum 13. März recht "solide". Erst mit dem Übergang vom Mittwoch zum Donnerstag wurde hier die Abwärtsbewegung vollzogen – dann aber recht nachhaltig. Von 6,13 TRY zum USD ging es sprungartig rauf auf über die Marke von 6,30 TL, womit ein neues Tief gemessen am Zeitraum von 52 Wochen erzielt wurde. Am Freitag den 13. wurde ein neuer Tiefstand von 6,3380 TL auf den Dollar verzeichnet. Auf dem Niveau wurde auch die Handelswoche beendet.

Screenshot finanzen.net

Was ist in der dritten Märzwoche von der Türkischen Lira zu erwarten?

Weltweit nehmen die Grenzschließungen wegen der Pandemie des Coronavirus zu. Geschäfte schließen, ganze Industriezweige werden lahmgelegt, Menschen müssen in ihren Urlaub vorziehen, Schulen und Universitäten werden geschlossen. Covid-19 hat die Welt fest im Griff und auch in der Türkei gibt es, trotz vorbildlicher Präventionsmaßnahmen, mehr bestätigte Corona-Fälle. Im Tourismusbereich, einer der Triebfedern der türkischen Wirtschaft, wurden Hoteliers gebeten, ihren Saisonbeginn zu verschieben.

Je länger die Belastungen durch den Coronavirus-Ausbruch anhalten, desto mehr werden Währungen wie die Türkische Lira (TL;TRY) darunter leiden. Darum sind auch die Aussichten für die kommenden Wochen nicht rosig, was eine Währungserholung auf den Devisenmärkten angeht.

(Hürriyet.de)

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