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Wie lief die Woche für die Türkische Lira?

7.3.2020 13:27 Uhr

Auch der ersten März-Woche kam die Türkische Lira nicht zur Ruhe, sieht man von kleineren Erholungsphasen mit Gewinnen in der Wochenmitte ab. Die Flüchtlingssituation vor der türkisch-griechischen Grenze und die Lage in Idlib forderten ihren Tribut. Dabei ließ sich jedoch feststellen, dass der Euro und der US-Dollar von der Grundausrichtung her andere Wege beschritten haben.

Im Verhältnis zum Euro "rauschte" die Lira zum Wochenstart weiter in den Keller. Am Mittwoch und Donnerstag beruhigte sich die Lage, um zum Ende der Woche wieder über die magische Grenze von 6,90 TL zum Euro zu springen. Den Wochenabschluss hatten wir bei 6,8843 und so wird dann wohl auch in der Nacht von Sonntag auf Montag in den asiatischen Devisenmärkten eröffnet.

Screenshot finanzen.net

Zum US-Dollar startete die Lira ebenso in eine eher gebrauchte erste Wochenhälfte. Da wurde am 02. März sogar der Höchststand in den letzten 52 Wochen mit 6,2567 TL für den Greenback erreicht. Da der Dollar aber eher weltpolitisch ausgerichtet ist, beruhigte sich hier die Lage nachdem Russland und die Türkei zu Idlib in Syrien eine Lösung herbeiführen konnten und Russland die Quote für Tomatenexporte aus der Türkei um rund 13 Millionen USD pro Jahr erhöhte. Aktuell müssen für den Dollar 6,0876 Lira gezahlt werden.

Screenshot finanzen.net

Was wird die neue Woche für die Lira bringen?

Wie Medienberichte aus Deutschland sagen, wird Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen mit der EU in Brüssel erwartet. Themenbereiche sollen die Flüchtlingssituation vor der griechischen Grenze sein, der Flüchtlingsdeal von 2016, aber auch Zollunion oder Visa-Freiheit. Aus Kreisen der EU kommen jedoch deutliche Stimmen, dass es nicht mehr Geld für die Türkei geben wird, wie man vielleicht hätte erwarten können, um Flüchtlingen an der Außengrenze der EU aufzuhalten.

Hier werden wohl die Weichen für die kommende Woche gestellt, was die Performance der Türkischen Lira angeht. Schaffen es die EU und die Türkei die Probleme zu glätten, wird sich die Landeswährung wohl wieder erholen. Verhärten sich die Fronten in Brüssel durch einseitige Forderungen, muss man sich darauf gefasst machen, dass die Schallmauer von 7 TL für den Euro durchbrochen werden kann.

(Hürriyet.de)

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