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WHO: Wer nun nicht handelt, riskiert im Januar 3. Corona-Welle

23.11.2020 10:03 Uhr

Die Welt feiert sich derzeit, dass zum Beispiel in den USA der Start der Impfungen gegen das Coronavirus Covid-19 bereits vor Weihnachten starten könnte. Und auch in Deutschland bestehen gute Chancen, dass die ersten Turbo-Impfgruppen bereits im Januar 2021 geimpft werden könnten, wenn die Zulassung des Impfstoffes erfolgt. Aber der WHO-Sondergesandte Dr. David Nabarro warnt vor der dritten Corona-Welle im Januar und macht das am Beispiel der Schweiz fest. Sinngemäß heißt es: Wer nun nicht richtig handelt, riskiert im Januar dritte Corona-Welle.

Immer noch hat das Coronavirus Covid-19 die Welt fest im Würgegriff. Und dass es so ist, führen Experten auf die gravierenden Versäumnisse der Regierungen in Europa nach der ersten Welle zurück. So sagte die Epidemiologin Emma Hodcroft von der Universität Bern gegenüber der Zeitung "Le Matin Dimanche" zur Situation in der Schweiz: "Der langsame Anstieg der Fallzahlen im Juni und Juli hätte uns alarmieren müssen." Hier, so die Expertin, habe man schon erkennen müssen, in welche Richtung es laufe. Man habe die Anzeichen jedoch ignoriert.

Noch deutlich wird der Sondergesandten der Weltgesundheitsorganisation WHO im Kampf gegen Covid-19, David Nabarro gegenüber CH Media-Medien und stellte heraus, dass man, wenn man jetzt nicht handelt, Januar die dritte Corona-Welle riskiert. Hier bemängelte er am Beispiel der Schweiz, dass man im Sommer keine effiziente Infrastruktur implementiert habe, um eine zweite Welle zu verhindern. Würde man jetzt keine positiven Lehren daraus ziehen und entsprechend handeln, werde es mit dem Beginn des Jahres 2021 im Januar die dritte Welle unweigerlich geben. Es sei zwar nach der ersten Welle gearbeitet worden, man habe die eine oder andere Vorsorge getroffen, sei am Ende allerdings doch von der Heftigkeit des Einschlags der zweiten Corona-Welle überrascht gewesen. Das hätte nicht sein müssen.

(ce)

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