Symbolbild: epa/Hugh Kinsella Cunningham

WHO-Mediziner getötet

8.8.2019 19:45 Uhr

Im Ost-Kongo sind drei Ärzte wegen der Tötung eines Mediziners der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhaftet worden. Ihnen werde vorgeworfen, die Drahtzieher der Tötung des kamerunischen Ebola-Experten Richard Mouzoko im April gewesen zu sein, sagte der Militärankläger Jean-Baptiste Kumbu am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie würden voraussichtlich wegen Terrorismus und Mordes angeklagt.

Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Zusammenhang mit diesem Fall sowie weiteren Angriffen auf Ebola-Zentren festgenommen.

Schwieriger Kampf gegen Ebola

Mouzoko unterstützte im Auftrag der WHO den Kampf gegen Ebola im Ost-Kongo. Bewaffnete hatten im April die Universitätsklinik in Butembo, wo Patienten auf das Virus hin untersucht werden, angegriffen. Der Mediziner wurde getötet, und zwei weitere Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus verurteilte die Attacke als «abscheulich».

Butembo in der Provinz Nord-Kivu liegt im Zentrum des gegenwärtigen Ebola-Ausbruchs. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit über 11 000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ausbruch. Den Behörden im Kongo zufolge sind bis dato fast 2800 Menschen erkrankt und knapp 1900 Menschen gestorben. Dieser Ausbruch ist besonder schwer in den Griff zu bekommen, da in der Region etliche Milizen aktiv sind und Menschen immer wieder vor der Gewalt fliehen müssen. Zudem werden des Öfteren Ebola-Helfer angegriffen.

(an/dpa)

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