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Werkschließung in Großbritannien

6.6.2019 17:40 Uhr

Im britischen Bridgend will der amerikanische Autokonzern Ford sein Werk schließen. Der Standort mit derzeit etwa 1700 Mitarbeitern soll laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag bis September 2020 aufgelöst sein. Der Autobauer hat noch zwei weitere Fabriken in London und Halewood bei Liverpool.

Die britische Autoproduktion ist seit längerem auf Talfahrt. Ein Grund dafür ist die Unsicherheit durch den geplanten Brexit. Die Frist für den EU-Austritt wurde inzwischen bis zum 31. Oktober verlängert. Drei Mal ist das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen bislang im Parlament in London durchgefallen.

Schwächere Nachfrage in China

Aber auch die schwächere Nachfrage unter anderem in China und der Trend vom Verbrennungsmotor weg hin zu alternativen Antrieben wie Elektro machen der Automobilbranche massive Probleme.

Andere Hersteller hatten in den vergangenen Monaten ebenfalls Werksschließungen oder massiven Personalabbau in Großbritannien angekündigt. So wird der japanische Autobauer Honda im Jahr 2021 sein Werk in Swindon im Südwesten Englands dicht machen. Es hat 3500 Beschäftigte und ist Hondas einzige Fertigungsstätte in Europa.

Auch Ford Deutschland ist auf lange Sicht auf personellem Schrumpfkurs, wie Vertreter des Unternehmens am Mittwoch in Düsseldorf berichtet hatten. Der Autobauer hat bundesweit 24 000 Mitarbeiter. In der Elektromobilität ist Ford hintendran; derzeit kann man kein neues rein elektrisches Fahrzeug kaufen. 2020 soll ein neuer Elektro-Pkw auf den Markt kommen, der in den USA gebaut wird.

(an/dpa)

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