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Werder Bremen schlägt Schalke und zieht ins Halbfinale ein

3.4.2019 22:54 Uhr

Die Saison ist echt nicht das Wahre für die Schalker. Jetzt sind sie auch noch aus dem Pokal rausgeflogen. Die Königsblauen flogen mit einem 0:2 gegen Werder Bremen aus dem Pokal.

Durch Tore von Milot Rashica und Davy Klaassen bezwangen die Hanseaten die Königsblauen mit 2:0 (0:0) und zogen zum 21. Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Der sechsmalige Pokalsieger setzte damit seine Erfolgsserie in diesem Jahr fort und hat nach zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage zwei Chancen auf den Europacup-Einzug.

Flieg nicht zu hoch, mein königsblauer Freund

Schalke bestätigte drei Tage nach dem lebenswichtigen 1:0 im Bundesliga-Abstiegskampf bei Hannover 96 nach sechs Pleiten in Folge zwar seinen Aufwärtstrend unter Interimstrainer Huub Stevens. Allerdings nutzten die Gastgeber ihre Torchancen vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Stattdessen brachte Rashica mit einem Distanzschuss nach einem Abspielfehler von Bastian Oczipka (65.) Bremen in Führung. Nur sieben Minuten später machte Klaassen (72.) mit einem weiteren Kunstschuss den dritten Sieg gegen Schalke in dieser Saison perfekt.

"Über Hamburg fahr'n wir nach Berlin"

"Über Hamburg fahr´n wir nach Berlin" sangen daraufhin die Werder-Fans in Erwartung eines Nordderbys im Halbfinale, während die Schalke-Anhänger frühzeitig aus der Arena strömten. Fehlen wird in der Vorschlussrunde aber Nuri Sahin, der in der 90. Minute Gelb-Rot sah. Für den Einzug in die Runde der letzten Vier am 23./24. April strich der Traditionsklub zudem eine Prämie von 2,656 Millionen Euro ein. Damit ist die Europa League für den Tabellensechsten nicht nur über die Bundesliga in Sichtweite, sondern wäre auch mit zwei weiteren Erfolgen im Pokal zu erreichen. Für die Gelsenkirchener steht dagegen fest, dass sie in der nächsten Saison nicht international spielen werden. Stevens setzte bis auf zwei Ausnahmen auf die Hannover-Sieger. Der 19-jährige Marokkaner Nassim Boujellab, eigentlich mit der U23 in der Oberliga unterwegs, und der wieder genesene Guido Burgstaller rückten in die Startelf. Werder-Coach Florian Kohfeldt wechselte gegenüber dem 3:1 gegen Mainz 05 auf drei Positionen.

Kein Elfmeter für Embolo

Schon nach 63 Sekunden gab es den ersten Aufreger. Die Schalker forderten vehement Elfmeter, nachdem Breel Embolo im Strafraum zu Boden gegangen war. Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ allerdings weiterspielen. Beide Teams versuchten, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Die Königsblauen wirkten nach dem Ende ihrer schwarzen Serie wie von Zentnerlasten befreit und kombinierten recht ansehnlich. Nach einer Freistoßflanke von Sebastian Rudy kam Salif Sane völlig frei zum Kopfball, traf den Ball allerdings nicht richtig (27.). Werder tat sich mit Kapitän Max Kruse in der offensiven Zentrale deutlich schwerer als in den beiden Bundesligaduellen, die die Bremer gewonnen hatten (2:0 und 4:2).

Schalkes Manko: Embolo

Das größte Manko der Schalker: Sobald der Ball vorne bei Rekordeinkauf Embolo ankam, war der Angriff beendet. Entweder verlor der Schweizer den Ball, oder er spielte einen Fehlpass. Die größte Torchance vor der Pause hatte allerdings der Gast: Plötzlich tauchte Johannes Eggestein allein vor dem Schalker Tor auf, verfehlte allerdings das Ziel knapp (42.). Wenig später verzog sein Bruder Maximilian aus aussichtsreicher Position (45.). Nach der Pause hatte Schalke gleich mehrmals die Führung auf dem Fuß: Boujellab verzog (47.), Sane verstolperte (50.), und Burgstaller scheiterte an Werder-Keeper Jiri Pavlenka (52.). Die sehenswerten Tore folgten auf der anderen Seite.

(be/afp)

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