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Weniger Türken sind in Kurzarbeit

13.7.2020 21:42 Uhr, von Andreas Neubrand

In der Türkei ist die Zahl der Arbeitnehmer, die befristete Arbeitsbeihilfen erhalten haben, erheblich zurückgegangen. Gründe sind die Aufhebung der Ausgangssperren und das Ende weiterer Beschränkungen, um das Coronavirus einzudämmen.

Die Zahl der Kurzarbeiter ging von 3,2 Millionen im Mai auf 2,3 Millionen im Juni zurück, wie die Zahlen des Arbeitslosenversicherungsfonds zeigten.

Mildern der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie

Der ausgezahlte Gesamtbetrag ging auf 3,1 Milliarden türkische Lira (398,58 Millionen Euro) zurück. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Milliarden türkische Lira (310 Millionen Euro) oder 43 Prozent gegenüber dem Mai.

Um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, will die Regierung in Ankara das Ende März eingeführte Lohnstützungssystem um einen Monat verlängern. Dabei zahlt das Programm bis zum 1. August 60 Prozent des Gehaltes, wenn Arbeitnehmer in Kurzarbeit geschickt werden.

Volumen des Arbeitslosenfonds schmilzt

Anspruchsberechtigt ist jeder, der mindestens 60 Tage in dem Unternehmen beschäftigt war und in den letzten drei Jahren 450 Tage Prämien gezahlt hat. Die Arbeitslosenkasse zahlt Arbeitnehmern, die gezwungen sind, unbezahlten Urlaub zu nehmen, ein Tagegeld von 39,2 türkische Lira (5,03 Euro). Zwischen April und Juli erhielten 1,7 Millionen Arbeitnehmern im Rahmen des Programms insgesamt 2,8 Milliarden Lira (359,44 Milliarden Euro).

Während der Coronavirus-Pandemie, die Mitte März die Türkei heimgesucht hatte, ging das Volumen des Arbeitslosenfonds dramatisch zurück. Ende 2019 betrug das Volumen des Fonds noch 131 Milliarden türkische Lira (16,76 Milliarden Euro), am 30. Juni lag das Vermögen noch bei 117 Milliarden türkische Lira (15 Milliarden Euro).

Auch die Bargeldhilfen für einkommensschwache Familien wurden Ende Juni um einen Monat verlängert. Bisher wurden im Rahmen des Hilfsprogramms rund 18 Milliarden türkische Lira (2,21 Milliarden Euro) ausgezahlt.

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