epa/M.A. Pumpha Kushmara

Weniger Touristen nach Terror-Anschlägen

7.5.2019 13:30 Uhr

Sri Lanka verzeichnet nach den Anschlägen am Ostersonntag deutlich weniger Touristen. Die Zahl der ausländischen Besucher sank im April binnen Jahresfrist um 7,5 Prozent auf 166.975, wie die Tourismus-Behörde am Dienstag mitteilte.

Es ist der größte Rückgang in einem Monat seit Ende des Bürgerkriegs vor einem Jahrzehnt. "Das ist eine direkte Auswirkung der Angriffe. Es gab viele Stornierungen", sagte Behördenleiter Kishu Gomes der Nachrichtenagentur Reuters. Ministerpräsident Ranil Wickremesinghe warnte, dass die Gefahr weiterer Anschläge noch nicht gebannt sei, weil es "ein Problem des globalen Terrorismus ist".

IS bekennt sich zu Anschlägen

Ein großer Teil des Islamisten-Netzwerks in Sri Lanka, das hinter den Attentaten vermutet werde, sei aber zerschlagen.

Bei den Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Hotels waren am 21. April mehr als 250 Menschen getötet worden, darunter auch 42 Ausländer. Dahinter werden heimische Islamisten mit Verbindungen ins Ausland vermutet. Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat reklamierte die Anschläge für sich.

(an/reuters)