imago/Pixsell

Weniger Neuinfektionen mit HIV

22.11.2018 12:30 Uhr

Im vergangenen Jahr haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) weniger Menschen in Deutschland mit dem Aidserreger HIV angesteckt als zuvor. Die Zahl der Neuinfektionen wird auf etwa 2700 geschätzt, ein Rückgang um 200 Fälle im Vergleich zum Jahr 2016.

Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Instituts hervor. Die Zahlen zu jährlichen Neuinfektionen werden errechnet, da HIV in vielen Fällen erst Jahre nach der Ansteckung diagnostiziert wird. Das RKI geht von 11 400 HIV-positiven Menschen in Deutschland aus, die noch nichts von der Diagnose wissen. Insgesamt lebten Ende 2017 rund 86 000 Menschen im Land mit HIV.

HIV wird meistens beim Sex übertragen. Unbehandelt führt eine Infektion zu einer zunehmenden Schädigung des körpereigenen Abwehrsystems und darauf folgend auch oft zum Tod. Mit Medikamenten lässt sich die Entwicklung der Immunschwächekrankheit Aids heute aber aufhalten.

Bei erfolgreicher Therapie kann die Viruslast im Körper von HIV-positiven Menschen so weit absinken, dass laut RKI "keine Übertragungen mehr" beobachtet würden.

(an/dpa)