epa/Carlos Lopez

Weniger Migranten in die USA

6.9.2019 19:48 Uhr

Mexikanischen Angaben zufolge ist die Migration in die USA in den vergangenen drei Monaten um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Dies sei das Ergebnis einer Vereinbarung mit den USA vom 7. Juni, sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard am Freitag vor Journalisten.

Seitdem setzte Mexiko 25 000 Mitglieder seiner Nationalgarde an den Grenzen zu den USA und Guatemala ein. Nachdem US-Grenzpolizisten im Mai noch mehr als 144 000 Menschen beim illegalen Übertritt der Grenze mit Mexiko festgesetzt hatten, waren es Ebrard zufolge im August nur noch rund 63 000. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach bei der Pressekonferenz von «guten Resultaten».

Zustrom mittelamerikanischer Migranten beschränken

Mit der Vereinbarung hatte Mexiko die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle vorerst abgewendet. Das lateinamerikanische Land verpflichtete sich darin, den Zustrom mittelamerikanischer Migranten in die USA über Mexiko einzudämmen.

Laut der Vereinbarung sollten innerhalb von 90 Tagen weitere Maßnahmen beschlossen werden, wenn die bisherigen nicht die erwartete Wirkung zeigen sollten. Diese Frist lief am Donnerstag ab. Am kommenden Dienstag wollen sich Vertreter der beiden Regierungen in Washington treffen, um die Wirksamkeit der Vereinbarung zu bewerten.

Er werde dort drei Forderungen an die USA stellen, sagte Ebrard: mehr Investitionen in die Entwicklung der Region, ein verstärkter Kampf gegen den Rechtsterrorismus in den USA und Maßnahmen gegen den Waffenschmuggel aus den USA nach Mexiko.

Er lehnte es zudem erneut ab, Mexiko zu einem sicheren Drittstaat zu erklären. Dann müssten alle Migranten aus Mittelamerika, die über Mexiko in die USA wollen, zunächst in Mexiko Asyl beantragen. Die USA hatten dies bei den Verhandlungen im Juni gefordert.

(an/dpa)

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