Symbolbild: imago images/Westend61

Wende in der Drogenpolitik?

25.10.2019 18:51 Uhr

Marian Wendt, ein Innenpolitiker der CDU, sich eine kontrollierte Freigabe von Cannabis vorstellen. "Man muss die gesellschaftlichen Realitäten anerkennen", sagte Wendt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Cannabis könnte für den Eigenbedarf freigegeben werden, natürlich bei kontrolliertem Anbau und kontrollierter Abgabe. Die freiwerdenden Ressourcen in Polizei und Justiz sollten genutzt werden, um massiv gegen den illegalen Handel vorzugehen."

Rückt auch die CSU von ihrem harten Kurs ab?

Auch die neue Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) war zuletzt von der strikten Haltung der Unionsparteien gegen Cannabis abgerückt. Dem RND sagte sie: "Es gibt beim Thema Cannabis kein Schwarz oder Weiß, kein Entweder-Oder. Sowohl diejenigen, die weiter für ein hartes Durchgreifen eintreten, als auch die Verfechter einer totalen Freigabe sollten erkennen, dass es nicht um das Recht behalten geht, sondern um eine Antwort auf die Frage: Was hilft am Ende der Gesundheit?"

Ludwig hatte bereits im September in einem Gespräch mit der dpa ein Ende der "Verbotspolitik" und einen "Neuanfang" in der Debatte gefordert.

(an/dpa)

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