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Wende durch Impfstoff? Lufthansa setzt auf Immunitätspass

17.11.2020 12:11 Uhr

Wie kann der Flugbetrieb in der Corona-Pandemie weltweit wieder angekurbelt werden? Neben verschiedenen Testmöglichkeiten setzt die Lufthansa weiter auf den Immunitätspass. Der könnte ausgestellt werden, wenn eine Person eine Corona-Infektion bereits durchgestanden und Antikörper entwickelt hat, also gegen das Virus immun ist.

In vielen Ländern, auch in Deutschland, wurde seit Mitte des Jahres lange Zeit über einen Immunitätspass diskutiert. Weil es aber aus ethischen und praktischen Gründen Bedenken gab, ist das Thema wieder von der Tagesordnung verschwunden.

"Thema wird wieder aufkommen"

Da nun aber Impfstoffe verschiedener Firmen kurz vor der Zulassung stehen, könnte das Thema wieder aufflammen - hofft zumindest das die Lufthansa. Wenn viele Menschen durch eine Impfung immun werden, sei eine Differenzierung und Handhabung eines Immunitätspasses viel besser möglich.

"Viele Regierungen schauen sich das aktuell an. Sobald wir mehr und mehr Leute haben, die wegen eines Impfstoffes oder weil sie bereits krank waren, immun sind, wird das Thema Immunitätsausweis wieder aufkommen", sagte Björn Becker, Senior Director Product Management bei der Lufthansa in einem Interview mit dem Portal "Simpleflying". Er sei sicher, dass es schon bald nur noch "komplett getestete" Flüge geben wird. Entweder seien die Passagiere negativ oder eben bereits immun.

Quarantäneregeln ein großes Problem

Nicht nur die Lufthansa, alle Fluggesellschaften weltweit sind durch die Corona-Pandemie arg getroffen und versuchen, Wege aus der Krise zu finden. Die Lufthansa verliert seit Beginn der Krise Tag für Tag Millionensummen und hofft wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis für die Wiederbelebung des Luftverkehrs sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten.

(bl)

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