Hürriyet

Weltkulturerbe: Türkei beginnt mit Restaurierung der antiken Stadt Aizanoi

26.6.2020 23:08 Uhr

Sie gehört zu den Weltkulturerben und glänzt mit antiken Schätzen: Archäologen haben damit begonnen, die Stadt Aizanoi im Westen der Türkei zu restaurieren.

Die Archäologie-Professorin Elif Özer sagte, dass ein Team sich zunächst auf das Stadion und römische Theater der 5000 Jahre alten Stätte konzentrieren würde.

"Wir wollen Touristen in die Region locken"

Aizanoi liegt in der Nähe der Stadt Cavdarhisar in der Provinz Kütahya und beherbergt auch einen der am besten erhaltenen Tempel in Anatolien, der dem olympischen Gott Zeus aus der griechischen Mythologie gewidmet ist. Die Stätte, die seit 2012 zu den Weltkulturerben zählt, gilt schon jetzt neben Ephesus als zweite ikonisch-antike Stadt in der Türkei.

Das türkische Kultur- und Tourismusministerium hat für die Restaurationsarbeiten einen Geschäftsmann aus der Region gewinnen können, der das Projekt finanziell unterstützt. Das Theater soll einmal 20.000 und das Stadion 13.500 Besuchern Platz bieten. "Durch das auf sechs Jahre angelegte Projekt wollen wir diesen Ort wie in der Antike aussehen lassen und mehr Touristen in die Region locken", sagt Özer.

Ausgrabungen laufen seit 1970

Laut Kulturministerium erlebte die Stadt Aizanoi ihre Blütezeit im zweiten und dritten Jahrhundert n. Chr. und entwickelte zu einem Handelszentrum in der byzantinischen Ära. Jüngste Ausgrabungen um den Zeus-Tempel deuten auf mehrere Siedlungsebenen in der Stadt hin, die bis 3000 v. Chr. zurückreichen.

1824 wurde die damals völlig verschüttete Stätte zufällig von europäischen Reisenden wiederentdeckt. Von 1970 bis 2011 führte das Deutsche Archäologische Institut bereits umfangreiche Ausgrabungen durch, die seitdem von türkischer Seite aus weitergeführt werden.

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