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Weltklimakonferenz überzieht weiter - und keine Lösung in Sicht

15.12.2019 9:40 Uhr

Noch nie sind bei einer Weltklimakonferenz die Beratungen so lange überzogen worden wie diesmal in Madrid. Auch am Sonntagmorgen gingen sie weiter - 36 Stunden nach dem ursprünglich geplanten Ende.

Dennoch lagen die knapp 200 vertretenen Staaten in ihren Positionen zuletzt noch weit auseinander. "Es ist ein harter Kampf, hier wenigstens keine Rückschritte zu erleiden", hieß es am Morgen aus Kreisen der deutschen Delegation.

Zuletzt war unklar, ob eine Einigung auf Regeln für den internationalen Handel mit Klimaschutz-Gutschriften gelingt. Dies war eines der wenigen konkreten Verhandlungsziele der diesjährigen UN-Konferenz, die seit dem 2. Dezember tagt.

Bisheriger Rekordhalter als längste UN-Klimakonferenz war das Treffen 2011 im südafrikanischen Durban, das um 6.30 Uhr geendet hatte. Dies berichteten erfahrene Klimareporter vor Ort, und auch das Bundesumweltministerium bestätigte dies.

Viele Minister längst wieder weg

Etliche Delegierte mussten inzwischen abreisen, darunter die meisten Minister. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist inzwischen nicht mehr in Madrid. Viele Umwelt- und Hilfsorganisationen haben die Konferenz schon abgeschrieben - was hier geschehe, werde der beim Klimaschutz gebotenen Eile nicht gerecht, kritisieren sie.

(be/dpa)

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