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Weltgemeinschaft fordert Waffenruhe zwischen Armenien und Aserbaidschan

28.9.2020 17:20 Uhr

Mindestens 24 Menschen starben nach tödlichen Zusammenstößen zwischen Armenien und Aserbaidschan, als die Gewalt im jahrzehntelangen Territorialstreit am 27. September wieder aufflammte. Die internationale Gemeinschaft ruft zu einer sofortigen Einstellung der Kämpfe auf.

Frankreich, Deutschland, Italien und die Europäische Union sowie die NATO forderten rasch einen "sofortigen Waffenstillstand", während Papst Franziskus für den Frieden betete. Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte am 27. September seine "tiefe Besorgnis" und forderte nachdrücklich "ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten".

UN ruft zu Verhandlungen auf

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, verurteilte die Anwendung von Gewalt und den Tod von Zivilisten und forderte die Parteien auf, die Kämpfe unverzüglich einzustellen, die Spannungen abzubauen und unverzüglich zu "bedeutungsvollen" Verhandlungen zurückzukehren, sagte sein Sprecher in einer Erklärung.

Weiter hieß es, dass Guterres telefonisch mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev und dem armenischen Premierminister Nikol Pashinyan sprechen wird.

NATO fordert Ende des Konflikts

In einer schriftlichen Erklärung erklärte der Sonderbeauftragte des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg für den Kaukasus und Zentralasien, James Appathurai, dass die NATO zutiefst besorgt über die Zusammenstöße in Berg-Karabach sei. Appathurai sagte: "Die Parteien sollten die Konflikte sofort beenden."

Appathurai betonte, dass es keine militärische Lösung für den Konflikt geben könne und sagte: "Die Parteien sollten die Verhandlungen über eine friedliche Lösung wieder aufnehmen. Die NATO unterstützt die Bemühungen der Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa."

Vereinigten Staaten "alarmiert"

Das US-Außenministerium forderte die beiden Länder in einer Erklärung außerdem auf, die Zusammenstöße unverzüglich zu beenden. "Die Vereinigten Staaten sind alarmiert über Berichte über groß angelegte Militäraktionen entlang der Kontaktlinie in der Konfliktzone Berg-Karabach, die zu erheblichen Opfern geführt haben, einschließlich Zivilisten.

"Wir sprechen den Familien der Getöteten und Verletzten unser Beileid aus", so das US-Statement und weiter: "Die Vereinigten Staaten verurteilen diese Eskalation der Gewalt aufs Schärfste."

Russland führt intensive Gespräche

Der russische Präsident Wladimir Putin diskutierte mit Pashinyan über das militärische Aufflammen und forderte "ein Ende der Feindseligkeiten".

Der russische Außenminister Sergej Lawrow führe intensive Gespräche Kontakte, um die Parteien zu veranlassen, das Feuer einzustellen und Verhandlungen zur Stabilisierung der Situation aufzunehmen, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zakharova.

(be)

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