Symbolbild: imago images / Gottfried Czepluch

Weiteres Kind im Ruhrgebiet vergewaltigt

10.7.2019 10:41 Uhr

Nachdem es in Mülheim binnen weniger Tage zu massiven sexuellen Übergriffen auf zwei junge Frauen von 15 und 18 Jahren kam, wurde ein weiterer Fall transparent. So wurde in Herne im Ruhrgebiet bereits im Mai eine 14-Jährige von zwei Minderjährigen im Alter von 13 und 14 Jahren vergewaltigt. Die beiden Jugendlichen mit libanesischem und deutschem Pass bestreiten die Tat trotz einer Augenzeugin vehement und sind auf freiem Fuß.

Den Zeugenberichten nach gingen die beiden Jugendlichen im Alter von 13 und 14 mit zwei gleichaltrigen Mädchen nach der Schule in den Sportpark Wanne-Eickel. Auf dem Weg ist es den Jungen offenbar gelungen, an einem Kiosk trotz ihres Alters eine Flasche hochprozentigen Wodka zu kaufen. Mit dem Alkohol und den beiden Mädchen zogen die Tatverdächtigen dann in den Park weiter.

13-Jährige flüchtete und sah die Vergewaltigung

Ziel war es wohl, wie der weitere Verlauf nach Polizeiberichten zeigte, die beiden Mädchen mit Alkohol "gefügig" zu machen. Beide Kinder lehnten jedoch den Alkoholkonsum ab. Daraufhin haben die beiden Jungen dem älteren Mädchen mit Gewalt den Alkohol eingeflößt – und das in großer Menge. Die 13-Jährige hat nach ihrer Zeugenaussage versucht das zu verhindern, was ihr jedoch aufgrund der körperlichen Überlegenheit der Jungen nicht gelang. Die beiden Tatverdächtigen sollen die 14-Jährige danach ins Gebüsch gezogen haben, woraufhin das jüngere Mädchen panisch flüchtete.

Während sie floh, sah die 13-Jährige noch, wie der 14-jährige und strafmündige Tatverdächtige gewaltsam Oralverkehr mit dem zur Abwehr unfähigen Opfer durchführte. Wie die ermittelnde Kripo herausfand, hat sich danach auch noch der jüngere Verdächtige an dem hilflosen Opfer sexuell vergangen. Nach der Tat, so die Ermittlungen, ließen die Tatverdächtigen das Mädchen am Tatort liegen. Daraus entstand, wie die weiteren Ermittlungen ergaben, aufgrund des extrem hohen Promillewertes des Opfers – über drei Promille wurden festgestellt – eine lebensbedrohliche Situation.

Tatverdächtige ohne Reue trotz erdrückender Beweislast

Trotz der Verletzungen und des hohen Alkoholgehaltes konnte sich das Opfer zu einer Haltestelle schleppen und eine Straßenbahn besteigen. In der Bahn kollabierte sie jedoch und musste von einem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde dann auch der sexuelle Missbrauch ärztlich festgestellt. Später konnte sie in ihrer Zeugenaussage die Täter auch namentlich den Polizeibeamtinnen nennen, da einer der beiden Täter ihr Klassenkamerad war.

Bei den Polizeivernehmungen zeigten sich die beiden mutmaßlichen Täter trotz der erdrückenden Beweislast wenig einsichtig. Die beiden Minderjährigen, die den deutschen und den libanesischen Pass besitzen, leugneten die Tatbegehung. Derzeit werden von den Behörden die Mobiltelefone der Tatverdächtigen ausgewertet, denn die Tatbegehung soll von ihnen gefilmt worden sein. Der 14-Jährige ist bereits in der Vergangenheit wegen kleinerer Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten. Von der Schule sind beide Tatverdächtigen vorerst suspendiert.

(Hürriyet.de)

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