Symbolbild: imago images/Xinhua

Weiterer Teilausstieg aus Atomabkommen geplant

17.6.2019 18:26 Uhr

Einen weiteren Teilausstieg aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 bereitet nun der Iran vor. "In der zweiten Phase des Teilausstiegs sind wir umgehend bereit, Uran höher als die im Atomedeal festgesetzte Obergrenze vn 3,67 Prozent anzureichern", sagte der Sprecher der iranischen Atomorganisation, Behrus Kamalwandi, am Montag in Arak.

Hintergrund der Drohung ist der Konflikt um das Wieder Atomabkommen von 2015. Die USA waren Anfang Mai 2018 einseitig ausgestiegen. Sie wollen den Iran mit harten Sanktionen gegen den Öl- und Bankensektor zwingen, das Abkommen neu auszuhandeln und schärferen Bestimmungen zuzustimmen. Der Iran lehnt das bislang ab.

Uran will notfalls unbegrenzt anreichern

Im Gegenzug hat Irans Präsident Hassan Ruhani den verbliebenen Vertragspartnern – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland – ein Ultimatum bis zum 7. Juli gestellt. Sie sollen bis dahin das Atomabkommen vertragsgerecht umsetzen. Sollte es bis Juli keine Lösung geben, will der Iran wieder eine unbegrenzte Urananreicherung aufnehmen. Das wäre nach Meinung von Beobachtern das Ende des Wiener Abkommens, weil die begrenzte Urananreicherung der Kern des Deals war, um ein iranisches Atomwaffenprogramm zu verhindern.

(an/dpa)

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