Symbolbild: epa/STR

Wegen mutmaßlicher Umsturzpläne - acht Verhaftungen

25.6.2019 19:48 Uhr

In Ägypten wurden kurz vor dem Jahrestag des Putsches gegen Ex-Präsident Mohammed Mursi acht Männer festgenommen, die einen Sturz der derzeitigen Regierung geplant haben sollen. Anführer der inzwischen verbotenen Muslimbrüder hätten das "Terror-Komplott" mit den "sogenannten bürgerlich-politischen Kräften" in Ägypten abgesprochen und aus dem Ausland vorbereitet, teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

Der Sturz Mursis im Juni 2013 jährt sich am kommenden Sonntag zum sechsten Mal. Das ägyptische Militär hatte den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes nach Massenprotesten abgesetzt. Mursi, der seitdem im Gefängnis gesessen hatte, war vergangene Woche während einer Gerichtsverhandlung überraschend gestorben. Er gehörte lange den islamistischen Muslimbrüdern an.

Al-Sisi mit harter Hand gegen die Opposition

Seit dem Sturz Mursis geht die Regierung des autoritären Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit harter Hand gegen Oppositionelle und Kritiker vor. Tausende wurden inhaftiert, meist wegen mutmaßlicher Beteiligung an tödlicher Gewalt oder wegen Angehörigkeit der verbotenen Muslimbrüderschaft.

Mit den mutmaßlichen Plänen hätten "regierungsfeindliche Bewegungen zu Unruhen und Gewaltakten gegen staatliche Institutionen" finanziert werden sollen, hieß es. Ziel sei zugleich gewesen, unter den Ägyptern eine revolutionsähnliche Dynamik zu entfachen.

(an/dpa)

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