epa/Clemens Bilan

Weber zu Gesprächen mit anderen Parteien bereit

27.5.2019 12:41 Uhr

Über ein mögliches Bündnis im Europaparlament will Manfred Weber, der Spitzenkandidat der EVP, mit den Grünen, den Liberalen und den Sozialdemokraten sprechen. "Wenn der Wahlkampf vorbei ist, ist es Aufgabe von Demokraten, sich zusammenzusetzen", sagte der CSU-Vize am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstandes in München.

Die EVP sei bereit für den Konsens und Kompromisse. Darüber hinaus rief Weber alle gemäßigten Parteien im Europaparlament auf, sich klar gegen die Zusammenarbeit mit extremen linken und rechten Parteien zu positionieren. "Ich würde mir wünschen, dass alle Parteien dies formulieren."

"Ich spüre viel Willen zum Konsens"

Mit Blick auf die Wahl zum EU-Kommissionspräsidenten betonten Weber und CSU-Chef Markus Söder, dass die Wahl der EVP ganz klar einen Führungsanspruch erhalten habe. Zudem machte Weber deutlich, dass seine Fraktion im Parlament niemanden zum EU-Kommissionspräsidenten wählen werde, der bei der Wahl nicht als Spitzenkandidat nominiert war. "Es wird keine Mehrheit im Europäischen Parlament für einen Kandidaten geben, der nicht vorher sein Gesicht und Programm gezeigt hat", betonte Weber.

Er hoffe, dass diese Position auch im Europäischen Rat auf Konsens stoße. "Ich spüre viel Willen zum Konsens." Weber war Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) und soll nach deren Willen der nächste EU-Kommissionspräsident werden.